Pflegekonzept

1) Darstellung des Pflegedienstes

Der ambulante Pflegedienst Birgit und Andreas Klinder GbR ist eine selbstständig wirtschaftende Einrichtung mit eigenen Geschäftsräumen.

Gesellschaftsform
Die Gesellschaftsform ist eine Personengesellschaft (Gesellschaft bürgerlichen Rechts).

Gründungsgeschichte
Der Pflegedienst Birgit und Andreas Klinder GbR wurde 2005 von Schwester Birgit Klinder, unter dem Namen „Schwester Birgit`s Team“ gegründet.

Ziel und Aufgabe
Ziel und Aufgabe unseres Pflegedienstes ist die Pflege und hauswirtschaftliche Versorgung alter, kranker und/oder pflege- bzw. hilfebedürftiger Menschen in ihrer häuslichen Umgebung. Wir versorgen Pflegebedürftige aller Altersgruppen unabhängig von Konfession und Herkunft. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der pflegebedürftige Mensch, seine Bezugspersonen sowie sein soziales und kulturelles Umfeld. Darüber hinaus informiert und berät der Pflegedienst zu Fragen der Gesundheitsfürsorge und bei Pflegebedürftigkeit sowie hinsichtlich der entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten.

Gesetzliche Grundlagen für die Arbeit des ambulanten Pflegedienstes sind das Sozialgesetzbuch V (SGB V: Krankenversicherung), das Sozialgesetzbuch XI (SGB XI: Pflegeversicherung) sowie das Bundessozialhilfegesetz (BSHG). Weitere Ziele sind die Existenzsicherung des Pflegedienstes und aller Mitarbeiter, die Entwicklung eines kundenorientierten Unternehmens, sowie das Schaffen neuer Arbeitsplätze.
Der Führungsstil in unserem Betrieb ist kooperativ. Die Mitarbeiter werden gegebenenfalls an Entscheidungsprozessen beteiligt.

Menschenbild

Wir legen in unserem Handeln Wert auf Zuverlässigkeit und Gerechtigkeit. Wir sehen den Menschen als Ganzheit von Körper, Geist und Seele. Wir schützen, bewahren und unterstützen die uns anvertrauten Menschen und verhelfen ihnen zu größtmöglicher Selbständigkeit und Gesundheit, nach dem Leitsatz:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Für unsere Patienten heißt das:

  • Verkürzung von Krankenhausaufenthalten
  • Vermeidung von Alten- oder Pflegeheimen, d. h. sie können weiter in ihrer vertrauten Umgebung bleiben
  • Entlastung der Angehörigen
  • Förderung der Gesundheit
  • Erhaltung einer vorhandenen Selbstversorgungsfähigkeit
  • Reaktivierung verlorengegangener Selbstversorgungsfähigkeit
  • Zufriedenheit
  • Verbesserung der Kommunikation
  • Verhüten von Krankheiten und Komplikationen durch aktivierende Pflege
  • Linderung von Leiden
  • Geistig und seelisch Behinderte, psychisch kranke und geistig verwirrte Menschen finden sich in ihrer vertrauten Umgebung und auch zeitlich zurecht.

Pflegeleitbild
Das Pflegekonzept wurde aus dem Pflegeleitbild entwickelt.
Das Pflegeleitbild liegt schriftlich vor.

Standortwahl
Der Standort Marxzell-Pfaffenrot wurde unter topographischen und demographischen Aspekten, sowie unter Berücksichtigung der bereits bestehenden ambulanten Pflegeeinrichtungen gewählt.

Unsere Pflegebezirke (Einzugsgebiet) sind Marxzell und Umgebung, Rotensol, Bad Herrenalb, Dobel, Etzenrot, Burbach, Ittersbach bis Pfinzweiler.

Bundesverband ambulante DiensteDer Pflegedienst Birgit und Andreas Klinder GbR ist Mitglied im Bundesverband ambulante Dienste e.V. (bad).

2) Struktureller Aufbau des Pflegedienstes

24-Stunden-Bereitschaft
Unser Pflegedienst garantiert eine ausreichende, gleichmäßige und konstante Versorgung der betreuten Patienten entsprechend ihres pflegerischen Bedarfs und ihrer individuellen Bedürfnisse. Die Versorgung der Patienten ist entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen durch einen 24-Stunden Bereitschaftsdienst sichergestellt.

Geschäftszeiten
Unter der Telefonnummer 07248 934311 können Terminvereinbarungen vorgenommen werden.

Erreichbarkeit
Wir sind über unser Telefon 07248 934311 ständig erreichbar. Bei Nichtbesetzung des Büros wird der Anruf auf das Mobiltelefon der diensthabenden Pflegefachkraft weitergeleitet (Anrufweiterschaltung).

Qualifikation der verantwortlichen Pflegefachkraft
Die Pflege wird unter ständiger Verantwortung der Pflegedienstleitung Schwester Birgit Klinder durchgeführt. Sie ist examinierte Altenpflegerin mit Zusatzqualifikationen und langjähriger Erfahrung im stationären und ambulanten Pflegebereich.

Silke Kern ist die Vertretung der Pflegedienstleitung (PDL) und ist als stellvertretende Pflegedienstleitung beschäftigt. Sie verfügt über eine entsprechende Qualifikation. Des weiteren befindet sich derzeit Schwester Julia Klinder in der Weiterbildung zur Pflegedienstleitung.

Die Aufgaben der Pflegedienstleitung sind u. a.:

  • Fachliche Planung und Überwachung der Pflegeprozesse
  • Überwachung der fachgerechten Führung der Pflegedokumentation
  • Dienst- und Einsatzplanung entsprechend der individuellen Anforderungen der Patienten und der Wünsche der Mitarbeiter
  • Erstgespräche der Patienten
  • betriebswirtschaftliche Aufgaben

Qualifikation der Mitarbeiter

Wir legen bei der Auswahl der Mitarbeiter größten Wert auf fachliche Qualifikation, soziale Kompetenz und Teamfähigkeit. Die Aufgaben und Kompetenzen der Mitarbeiter sind in den Stellenbeschreibungen geregelt.

Es können Mitarbeiter mit folgenden Qualifikationen beschäftigt werden:

  • Krankenschwester/-pfleger
  • Krankenpflegehelfer/-in
  • Kinderkrankenschwester/-pfleger
  • Altenpfleger/-in
  • Altenpflegehelfer/-in
  • Hauswirtschaftliche Fachkraft (m/w)
  • Betreuungsfachkraft (m/w)

Aufgrund der dargestellten Personalstruktur ist es möglich, eine kompetente und bedarfsgerechte Pflege nach anerkannten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen zu erbringen. Leistungen der Behandlungspflege (§37 SGB V) werden ausschließlich von examiniertem Pflegepersonal erbracht. Der Pflegedienst Birgit und Andreas Klinder GbR beschäftigt ausschließlich Pflegefachkräfte mit den entsprechenden Qualifikationen und Berufserfahrungen im Gesundheitswesen.

3) Organisation des Pflegedienstes
Art der Leistungserbringung
Unser Pflegedienst erbringt Leistungen der häuslichen Pflege gemäß Pflegeversicherungsgesetz, Leistungen der häuslichen Pflege gemäß BSHG, Leistungen der häuslichen Krankenpflege gemäß § 37 SGB V und Leistungen der Haushaltshilfe nach § 38 SGB V. Eine detaillierte inhaltliche Aufstellung der einzelnen Leistungsbereiche liegt in schriftlicher Form vor.
Die Pflege der Patienten wird durch qualifiziertes Personal ausgeführt. Durch regelmäßige Teambesprechungen, kleine Pflegegruppen und den engen Kontakt der Mitarbeiter untereinander wird eine individuelle, qualitative und kontinuierliche Betreuung der Patienten gewährleistet. Jeder Patient hat einen festen Ansprechpartner aus dem Pflegeteam, der bei auftretenden Problemen oder Fragen zur Verfügung steht.

Art und Inhalt des Erstbesuches bei Pflegeübernahme
Zur Feststellung des Pflegebedarfs und der häuslichen Pflegesituation wird ein Erstbesuch beim Pflegebedürftigen durchgeführt. Befindet sich der Pflegebedürftige noch nicht in seiner häuslichen Umgebung, sondern in einer anderen Pflegeeinrichtung (z. B. Krankenhaus) wird der Erstbesuch wenn möglich dort durchgeführt. Beim Erstgespräch werden Informationen für ein Stammblatt und die Pflegeanamnese erhoben. Im standardisierten Pflegestammblatt sind Daten wie Name, Geburtsdatum, -ort, Angehörige, Pflegestufe, -kasse, Hausarzt usw. beschrieben.

Pflegeanamnese
Der standardisierte Pflegeanamnesebogen erfasst Informationen zum Pflegebedarf, Ressourcen des Patienten. Möglichkeiten der Mithilfe durch Angehörige oder andere Bezugspersonen sowie kulturelle, religiöse und sonstige individuelle Bedürfnisse und Wünsche des Patienten. Zur Erhebung der Pflegeanamnese werden die AEDL’s nach Krohwinkel zu Hilfe gezogen.

Pflegeplanung
Die Pflegeanamnese bildet die Grundlage für die Pflegeplanung. Nach dem Erstgespräch werden Ziele und Maßnahmen formuliert und eine Pflegeplanung erstellt. Dies geschieht in Absprache mit dem Pflegebedürftigen, seinen Angehörigen und dem Pflege-Team. Besonders beachtet werden dabei die Ressourcen des Patienten und mögliche Leistungen/Mithilfe Dritter.

Einbeziehung von pflegenden Angehörigen
Pflegende Angehörige werden nach ihren Möglichkeiten aktiv an der Pflege beteiligt. Sie werden von uns fachgerecht angeleitet und in gesundheitsfördernden und -sichernden Arbeitstechniken beraten und unterstützt.

Evaluation
Die Pflegeplanung wird regelmäßig auf Effektivität (Art der Maßnahme) und Effizienz (Wirksamkeit der Maßnahme) überprüft und bei Bedarf, nach Rücksprache mit Patient, Angehörigen und dem Pflegeteam, der Entwicklung des Pflegeverlaufes angepasst. Das Ergebnis der Evaluation wird schriftlich festgehalten.

Pflegedokumentation
Der Pflegedienst Birgit und Andreas Klinder GbR verwendet zur Dokumentation aller Daten des Patienten und des Pflegeverlaufs ein standardisiertes Pflegedokumentationssystem. Dieses besteht aus Stammblatt, Pflegeanamnese, Pflegeplanung, Pflegebericht, Durchführungs- und Leistungsnachweis. Bei Bedarf können weitere Formblätter ergänzt werden, z. B. Biographieblatt, Medikamentenplan, BZ- oder RR-Journal, Infusionsplan, Arztbogen.
Die Pflegedokumentation wird sach- und fachgerecht geführt und beim Patienten aufbewahrt. Somit ist sie allen an der Pflege und Therapie des Patienten beteiligten jederzeit zugänglich. Nur in Ausnahmefällen z. B. bei Verwirrtheit des Patienten darf die Dokumentation in den Geschäftsräumen des Pflegedienstes aufbewahrt werden.

4) Kooperation mit anderen Dienstleistungsanbietern

Zur Ergänzung unseres Dienstleistungsangebotes kooperieren wir mit:

  • Den Hausärzten unserer Patienten
  • Apotheken
  • Beratungsstellen (Pflegestützpunkte Calw & Ettlingen)
  • Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen
  • Dem Medizinischen Dienst und dem Gesundheitsamt
  • Den Kranken- und Pflegekassen und den Sozialämtern

Wir geben Informationen und beraten zu den Themen der Kurzzeitpflege, Fußpflege, Krankengymnastik, Logopädie, pflegebedingte Umbaumaßnahmen und andere.

5) Maßnahmen zur Qualitätssicherung des Pflegedienstes
Im elften Kapitel des Pflegeversicherungsgesetzes ist gesetzlich geregelt, das die zugelassenen Pflegedienste verpflichtet sind, sich an Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu beteiligen.

Unser Pflegedienst Birgit und Andreas Klinder GbR ist ständig bestrebt sein erreichtes Qualitätsniveau zu sichern und zu verbessern. Deshalb werden Maßnahmen der internen und externen Qualitätssicherung durchgeführt

Zu den internen Qualitätssicherungen zählen alle Maßnahmen und Bestreben des Unternehmens und aller Mitarbeiter, die der Qualitätssicherung, der -steigerung und der Umsetzung der externen Qualitätsvorgaben dienen.

Beschwerdemanagement
Wir sehen Beschwerden als Chance, uns zu verbessern. Zufriedene Kunden und Mitarbeiter sind die Grundlage unserer Arbeit. Deshalb nehmen wir Beschwerden, Kritik, Anregungen und Ideen gerne entgegen und versuchen, uns und unsere Arbeit in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu sehen. Jede Beschwerde, Kritik, Idee und Anregung wird von uns sehr ernst genommen. Alle Informationen die wir erhalten, behandeln wir selbstverständlich unter strenger Berücksichtigung unserer Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes. Zuständig hierfür ist die Pflegedienstleitung Birgit Klinder und die Stellvertretung Silke Kern & Julia Klinder.

Team- und Fallbesprechungen
Durch regelmäßige Teambesprechungen wird der Gruppenzusammenhalt gestärkt, Probleme können besprochen und gelöst werden, die pflegerische Zusammenarbeit wird optimiert.
Fallbesprechungen werden bei Bedarf vor Ort mit den Angehörigen sowie den zuständigen Pflegefachkräften durchgeführt.

Unter der externen Qualitätssicherung versteht man alle Maßnahmen und Instrumente die der Qualitätsentwicklung, -sicherung oder -kontrolle des Unternehmens dienen.

Externe Beratung kann durch die einzelnen Bundesverbände, durch freiberufliche Personen oder sonstige Gremien geschehen.

Die Qualitätsprüfung gemäß § 80 SGB XI durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen zählt ebenfalls zur externen Qualitätssicherung.